Brisbane und Fraser Island (7.10-12.10)

Eine sehr gute Freundin von mir die momentan Au pair in Neuseeland macht wollte in ihren freien zwei Wochen nach Australien reisen. Eine gute Möglichkeit sich zu treffen, dachten wir. Gemeinsam beschlossen wir, uns Anfang Oktober für ein paar Tage auf Fraser Island (größte Sandinsel der Welt (123 km), Ostküste) zu treffen.

Die Wochen vergingen wie im Flug und dann war es so weit. Zuerst flog ich von Melbourne nach Brisbane (oder auch „Brissie“ genannt). Dort unternahm ich meine eigene kleine Sightseeing- Tour. Ich besuchte den botanischen Garten, besichtigte eine Fotoausstellung, ließ mich in einem griechischem Park nieder, schaute die Brücke hinunter auf den River, schlenderte gemütlich durch die Straßen, machte Chinatown unsicher und genoss den Straßentrubel auf der belebten Queensstreet. Ich stellte fest, dass ich mir Brisbane irgendwie schöner vorgestellt hatte.Den auffälligen Architekturkontrast von alten und modernen Gebäuden fand ich interessant, aber nicht schön.

Gegen 6 pm traf ich Mia in unserem Hostel. Es war sehr schön sie wiederzutreffen, fast schon unglaublich.

Wir hatten uns so viel zu erzählen, dass wir uns gar nicht alles was in den letzten Wochen geschehen war erzählen konnten. Am Abend gingen wir uns das Nachtleben von Brisbane anschauen und stellten später fest, dass die Stimmung in unserm Hostel (Hostel hatte einen Club +Bar) am besten ist.

 

Am nächsten Morgen regnete es. Als es etwas aufgehört hatte gingen wir in den botanischen Garten und frühstückten. Am Nachmittag stiegen wir in den Reisebus und es ging weiter nach Harvey Bay. Nach der siebenstündigen Busfahrt fielen wir beide müde in unser zweites Hostelbett.

Am Frühen Morgen wurden wir von unserem Busshuttle abgeholt. Es ging zur Fähre. Die Fahrt auf der Fähre machte Spaß, leider sahen wir keine Wale.

Angekommen auf der Insel empfing uns der pinke „Cool Dingo Tour“ Jeepbus. Auf Fraser hatten wir eine zweitägige Tour gebucht. Alle Tourteilnehmer (ca.20) stiegen in den Bus ein und schon ging die Rumpelfahrt los. Auf der Sandinsel gibt es keine richtigen Straßen sondern nur von Baggern freigescharrte schmale Wege. Teils waren die Wege so hügelig, dass alle Passagiere des Busses im Gleichtakt auf ihren Sitzen hüpften. Unser Busfahrer war lustig und redete viel, manchmal etwas zu viel. Ich hab noch nie zuvor einen Menschen getroffen der ununterbrochen reden kann und gleichzeitig keinen Unfall baut beim Busfahren. Er wusste so viele Sachen die man eigentlich nicht wissen muss. Wir fuhren sehr lange zwischen abgebrannten Wäldern entlang. Die Bäume waren noch vom Vortag,als das Buschfeuer ausbrach, schwarz und ausgebrannt. Gerade mal 30 Minuten soll es gedauert haben bis Alles hinunter gebrannt war. Gut, dass wir einen Tag später angekommen sind!

Unseren ersten Stopp machten wir an einem See der inmitten einer Düne lag. Aufgrund der Hitze wollten Mia und ich eigentlich schwimmen gehen, dachten aber der See sei gefährlich da niemand anderes schwimmen ging. Weiter ging es zum Meer. Dort machten wir an einem unendlich langen Strand (75-Mile- Beach, sagt schon der Name) rast. Unsere Tour ging weiter zu einem kleinen Strand mit ganz weißem Sand und klarem Wasser. Wir machten dort eine Stunde Pause. Zum Abschluss des Tages wanderten wir durch einen Regenwald.

Gegen Abend schauten Mia und ich uns denn Sonnenuntergang an und genossen anschließend das super leckere gratis Essen an der „Dingobar“.

Am Nächsten Tag gab es ein volles Programm. Zuerst fuhren wir 70 km den „75-mile- beach“ entlang und entdeckten auf der Fahrt zahlreiche Wale im Wasser.

Die wilden Dingos (wilde gefährliche Hunde, ähnlich wie Füchse) konnten wir das erste mal beobachten wie sie neben unserm Tourbus herliefen.

Unser nächster Stopp war der „Indian Head“. Wir wanderten auf den riesigen Felsen. Von dort hatte man Aussicht auf große Rochen, wenn man Glück hatte auch Delfine und Haie. Ich sah einen Delfin und mehrere Rochen.

Wir kletterten gemeinsam eine Düne hoch von der man einen wunderbaren Ausblick aufs Meer hatte.

Gegen Nachmittag fuhren wir zu den „Champagner water wholes“. Viele Leute badeten in den kleinen von der Natur geformten Felsbadewannen, da man wegen der Haie im Meer nicht schwimmen konnte.

Am langen Strand besichtigten wir ein uraltes Schiffswrack. Gegen Abend gingen wir im J. Creek plantschen (Fluss im Wald).

Danach ging es endlich zum Highlight See „Lake MC Kennzy“.Er ist bekannt für sein kristallklares Wasser, was angeblich sehr gut als Peeling oder zur Schmuckreinigung geeignet ist.

Nach einem leckeren Abendessen an der „Dingobar“ ging es dann wieder mit der Fähre nach Harvey Bay in ein Hostel.

Am nächsten morgen verließ ich gegen 5 am das Hostel um mit dem Bus wieder zurück nach Brisbane zu fahren. Leider hatte mein Bus vier Stunden Verspätung, sodass ich erst um 10 am aus Harvey Bay wegkam.

In Brisbane hatte ich noch etwas Zeit bis zu meinem Flug. Ich einen Spaziergang zum angelegten Strand direkt neben dem Fluss. Auf meinem Rückweg zur Zugstation sah ich Brisbane  noch einmal bei Nacht.

Ich kam gegen 12 pm (nachts) am Melbourner Flughafen an und legte mich zu zwei anderen Frauen dazu um ein Wenig zu schlafen. Drei Stunden später wurden wir von einem Flughafenangestellten freundlich gebeten doch bitte woanders auf dem Flughafen zu schlafen. Er führte uns zu einer anderen Stelle und ich schlief noch eine Weile. Um 5 am konnte ich dann endlich mit dem Skybus Richtung Melbourne City fahren und von dort weiter bis ich den ersten Bus von Lilydale (Kaff in der Nähe von Yarra Junction) nehmen konnte. Überpünktlich um 8 am war ich in der Schule und begann, mehr müde als weniger, meine Arbeit.

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